Die Veröffentlichung der strategischen Konzepte im MCB‑Markterkundungsverfahren hat Konsequenzen für die Klinik Tettnang: Da keines der vorliegenden Modelle eine Fortführung der Geburtshilfe vorsieht, haben die zwölf Beleghebammen um die Aufhebung ihrer Verträge zum 1. April 2026 gebeten.
Seit rund 20 Jahren wurde das Beleghebammen‑Modell in Tettnang umgesetzt. »Wir danken den Hebammen für die langjährige engagierte Zusammenarbeit und die qualitativ hochwertige geburtshilfliche Versorgung«, sagt Dr. Jan‑Ove Faust, Geschäftsführer der Klinik Tettnang. Die Vertragsaufhebung erfolgte einvernehmlich.
Im Jahr 2021 wurden im Tettnanger Kreißsaal 952 Kinder geboren, in den Folgejahren gingen die Geburtenzahlen deutlich zurück. »Unter diesen Rahmenbedingungen ist eine Weiterführung der Tätigkeit als Beleghebammen nicht möglich«, erklären die Hebammen.
Werdende Eltern können auf Geburtshilfeteams in Wangen, Ravensburg, Lindau und Friedrichshafen ausweichen. Mit der Schließung des Kreißsaals endet auch das Angebot der Elternschule, das von den Hebammen organisiert und durchgeführt wurde.
Seit Anfang April ist nun auch offiziell, dass die gesamte Klinik Tettnang zum 31.5.2026 schließt.
Quelle: Medizin Campus Bodensee, 2.3.2026 · DHZ
