Das Asklepios Klinikum Schwalmstadt wird die Geburtshilfe und Gynäkologie zum 1. Januar 2027 einstellen. Als Gründe nennt die Klinik die verschärften Anforderungen der Krankenhausreform sowie rückläufige Geburtenzahlen. Bis Ende 2026 bleiben Geburten am Standort möglich.

»Diese Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen. Wir haben in den vergangenen Jahren viel unternommen, um die Geburtshilfe und Gynäkologie am Standort langfristig zu sichern«, erklärte Geschäftsführerin Dr. Dagmar Federwisch.

Zur Sicherung des Standorts hatte die Klinik einen Sicherstellungszuschlag beantragt. Dieser soll Krankenhäuser unterstützen, die für die regionale Versorgung unverzichtbar sind. Die Voraussetzungen wurden laut Klinik jedoch nicht erfüllt. Eine Bedarfsanalyse des Hessischen Gesundheitsministeriums kam zu dem Ergebnis, dass die gesetzlichen Schwellenwerte im Einzugsgebiet nicht erreicht werden.

Die geburtshilfliche Versorgung soll künftig durch Kliniken in Fritzlar, Bad Hersfeld und Marburg sichergestellt werden. Das Krankenhaus bleibt nach eigenen Angaben weiterhin Bestandteil der regionalen Grund‑, Regel‑ und Notfallversorgung.

Quelle: Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, 15.7.2026 · DHZ