In einem Bremer Krankenhaus ist ein sehr früh geborenes Kind an den Folgen einer bakteriellen Infektion gestorben. Nach Angaben der Klinikgesellschaft Gesundheit Nord handelt es sich um den Erreger »Serratia marcescens«. Das Bakterium ist in der Regel gut antibiotisch behandelbar und für gesunde Kinder unbedenklich, kann bei Frühgeborenen jedoch schwere Infektionen verursachen.
Der Erreger wurde in den vergangenen zwei Wochen auf der Intensivstation für Frühgeborene im Eltern‑Kind‑Zentrum des Klinikums Bremen‑Mitte bei drei Kindern nachgewiesen. Ein Kind mit einem Geburtsgewicht von rund 500 g verstarb am vergangenen Wochenende. Ein weiteres Frühgeborenes wird antibiotisch behandelt und ist stabil, ein drittes Kind ist kolonisiert, zeigt jedoch keine Infektionszeichen. Der Nachweis erfolgte im Rahmen routinemäßiger Screening‑Untersuchungen.
Die Klinik ergriff umgehend Schutzmaßnahmen, darunter die Isolation der betroffenen Kinder, erweiterte Umgebungsuntersuchungen, intensivierte Hygienemaßnahmen sowie Schulungen für die Eltern. Die Maßnahmen wurden gemeinsam mit dem Gesundheitsamt überprüft. Weitere Erreger wurden bislang nicht festgestellt.
Quelle: dpa, 15.4.2026 · DHZ
