Die JoHo-Hebammen um Uta Krüger und Susanne Vogel (3. und 5. v. l.) feiern die erfolgreiche Zertifizierung des Hebammenkreißsaals+ gemeinsam mit der erweiterten Geschäftsführung, den ärztlichen Leitern von Frauenklinik und Geburtshilfe sowie externen Gästen. Foto: © JoHo Wiesbaden

Im vierten Jahr seines Bestehens wurde der Hebammenkreißsaal des JoHo Wiesbaden vom Deutschen Hebammenverband zertifiziert und darf sich Hebammenkreißsaal+ (HKS+) nennen – als Nummer zehn deutschlandweit und Nummer eins im Raum Wiesbaden.

Am 2. März wurde die Zertifizierung gemeinsam mit externen Gästen feierlich gewürdigt. Auch zahlreiche Mitarbeitende des JoHo zollten dem Hebammenteam Respekt für das Erreichte – darunter die erweiterte Geschäftsführung mit Geschäftsführer Martin Bosch sowie den Prokuristen Birgit Baller, Arne Evers und Felix Heselhaus, der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Joachim Ehrlich und der Chefarzt der Frauenklinik, Prof. Dr. Boris Gabriel.

»Wenn wir etwas angehen, wollen wir es gut machen. Dafür ist ein Blick von außen hilfreich – in diesem Fall durch die Auditorin unseres Versicherers und den Hebammenverband«, sagt die leitende Hebamme des JoHo, Uta Krüger, zur Entscheidung für den Zertifizierungsprozess. Für das Gütesiegel sind klar definierte Strukturen und Prozesse nachzuweisen, die alle auf ein Ziel ausgerichtet sind: größtmögliche Sicherheit für Mutter und Kind bei gleichzeitig hohem Respekt für die Wünsche der Schwangeren.

»Unser Hebammenkreißsaal ist ein Zusatzangebot des JoHo«, ergänzt Susanne Vogel, stellvertretende Leitung des Kreißsaals, die den Zertifizierungsprozess maßgeblich vorantrieb. »Wir sprechen damit grundsätzlich alle gesunden Schwangeren ab der 37. Woche an. Ausschlusskriterien sind beispielsweise Komplikationen bei früheren Geburten, ein Schwangerschaftsdiabetes oder ein stark erhöhtes Gewicht vor der Schwangerschaft.« Wichtig sei, die Frauen vorab persönlich kennenzulernen und gemeinsam zu besprechen, wie sie sich ihre Geburt im Rahmen der medizinischen Möglichkeiten wünschen.

»Das Zertifikat HKS+ ist ein wichtiger Schritt, um den Hebammenkreißsaal als qualitätsgesichertes und risikoadaptiertes Angebot der klinischen Geburtshilfe zu etablieren«, sagte Martina Klenk, 1. Vorsitzende des Landesverbandes der Hessischen Hebammen e.V., bei der Übergabe der Urkunde. Seit 2003 sind bundesweit 80 Hebammenkreißsäle entstanden; seit 2024 sind sie gesetzlich verankert und werden finanziell gefördert.

 

Quelle: JoHo Wiesbaden, 2.3.2026 · DHZ