9.690 Frauen mit Wohnsitz in Berlin haben vergangenes Jahr einen Schwangerschaftsabbruch durchgeführt. Damit wurden rund 4 % mehr Abtreibungen gemeldet als im Jahr 2023, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte.

Fast die Hälfte der Frauen (rund 46 %) waren den Angaben nach zwischen 25 und 35 Jahre alt. Knapp ein Fünftel (rund 20 %) der Eingriffe wurde bei Frauen zwischen 35 und 40 Jahren durchgeführt. 8,4 % waren zwischen 40 und 45 Jahre alt und 2,3 % jünger als 18 Jahre alt.

In Brandenburg wurden vergangenes Jahr demnach 3.240 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. Das seien 3 % weniger als im Jahr zuvor. Rund 40 % der Frauen waren zwischen 25 und 35 Jahre alt, rund 25 % zwischen 35 und 40. Knapp 10 % waren in der Altersgruppe der 40 bis unter 45-Jährigen und rund 4 % unter 18 Jahre alt.

In Berlin ließ demnach die überwiegende Mehrheit der Frauen (rund 96 %) die Abtreibung in einer Frauenarztpraxis oder einem OP-Zentrum durchführen. In Brandenburg waren es mit fast 60 % deutlich weniger. 38 % der Abbrüche wurden ambulant in einem Krankenhaus durchgeführt.

In Deutschland ist ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich rechtswidrig, weil laut Grundgesetz das ungeborene Leben geschützt werden muss. Abtreibungen sind aber nicht strafbar, wenn sie innerhalb der ersten zwölf Wochen stattfinden und die Frau sich zuvor hat beraten lassen. Ohne Strafe bleibt ein Abbruch auch, wenn medizinische Gründe vorliegen oder nach einer Vergewaltigung.

Quelle: dpa, 22.7.2025 · DHZ