Foto: © jordi/stock.adobe.com Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie appeliert an die Politik, Reformen so zu gestalten, dass Kinder- und Jugendmedizin sowie Kinder- und Jugendchirurgie dauerhaft strukturell und finanziell abgesichert werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie (DGKJCH) ruft zum Handeln für das Wohl von Kindern auf. Unter dem Leitmotiv »Kindergesundheit stärken – Versorgung umfassend verbessern und nachhaltig finanzieren« fordert die Fachgesellschaft eine Entscheidung für die langfristige Sicherung der kinder- und jugendchirurgischen Versorgung in Deutschland. So fordert die DGKJCH konkret, die Leistungsgruppe 16 »spezielle Kinder- und Jugendchirurgie« beizubehalten.

Ambulante kindgerechte Versorgung

Des Weiteren weist die Fachgesellschaft auf die Notwendigkeit der kindgerechten Notfallversorgung hin und fordert eine Institutsambulanz – die Möglichkeit der ambulanten Versorgung an den Kliniken. »Die kinder- und jugendchirurgische Notfallversorgung findet flächendeckend in den Notfallambulanzen der Kliniken statt. Viele Standorte können zukünftig keine vollständige Notfallversorgung rund um die Uhr mehr gewährleisten – ein Zustand, der in der Erwachsenenmedizin undenkbar wäre. In der Praxis bietet die KV derzeit keine verlässliche Versorgungsstruktur für diese Patientengruppe an – eine schwere Benachteiligung dieser vulnerablen Patientengruppe. Auch unter 116117 wird regelmäßig auf die – überlastete – Notfallambulanz verwiesen«, erklärt Dr. Joachim Suß, Pressesprecher der DGKJCH.

Die DGKJCH appelliere an die Politik, die geplanten Reformen so zu gestalten, dass Kinder- und Jugendmedizin sowie Kinder- und Jugendchirurgie dauerhaft strukturell und finanziell abgesichert werden könnten.

Keine kleinen Erwachsenen

Die Kinderchirurgie sei eine wesentliche Säule der konservativen und operativen Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland. Zu ihr gehören neben der allgemeinen Kinderchirurgie die Neugeborenenchirurgie, Kinderurologie, Kindertraumatologie (Kinderunfallchirurgie) und die chirurgische Kinderonkologie. Kinderchirurgie gehöre in die Hände von Kinderchirurg:innen, denn ihre Patient:innen seien keine kleinen Erwachsenen.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie e.V., 16.12.2025 ∙ DHZ