Die Bundesdelegiertenversammlung des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) hat Annika Wanierke zur neuen Präsidentin gewählt. Von fünf Bewerberinnen erhielt Wanierke 61 Prozent der Stimmen. Die bisherige Präsidentin, Ulrike Geppert-Orthofer, trat nach zwei regulären Amtszeiten von mehr als acht Jahren zurück. Foto: © DHV/Axel Schmidt
Am Donnerstag, den 27. November 2025, hat die Delegiertenversammlung in Berlin Annika Wanierke zur neuen Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands gewählt. Unter den fünf Kandidatinnen erhielt sie 61 Prozent der Stimmen.
Nach einer Einarbeitungsphase werde Annika Wanierke im Laufe des nächsten halben Jahres ihr Amt übernehmen. In der Übergangszeit soll Ulrike Geppert-Orthofer satzungsgemäß alle Aufgaben und Entscheidungen als DHV-Präsidentin weiterführen.
Annika Wanierke: »Liebe Hebammen, liebe werdende Hebammen, als frisch gewählte Präsidentin bedanke ich mich herzlich für das Vertrauen, das mir die Delegierten mit ihrer Wahl aussprechen. Unsere aktuelle Situation bietet viele Herausforderungen für die nächsten vier Jahre. Die Geburtshilfe in der Fläche zu erhalten, sehe ich als Kernaufgabe. Dazu gehört insbesondere eine auskömmliche Vergütung von Hebammen in allen Bereichen ihrer Arbeit. Wir müssen aufpassen, dass wir die Hebammen, die täglich Frauen und Familien betreuen, nicht verlieren. Ob Klinik oder Außerklinik, ob Studierende, Professorin, Familienhebamme oder Praxisanleiterin – wir brauchen die Vielfalt unseres Berufs und ich schätze die bunte Expertise, die sich in unseren Reihen findet, sehr!
Ich freue mich auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im DHV und mit allen Menschen, denen die gute Versorgung von Frauen und Familien am Herzen liegt. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen vom Präsidium werde ich mich mit all meiner Kraft für die Sache der Hebammen einsetzen.«
Annika Wanierke (Hebamme B.Sc.) war von 2016 bis 2024 1. Vorsitzende des Hebammenlandesverbandes Thüringen. Davor hat sie über zwei Jahrzehnte in der klinischen Geburtshilfe gearbeitet und parallel dazu in eigener Praxis Schwangere und Wöchnerinnen betreut. Nach der Ausbildung war sie zunächst in einem Level 1-Klinikum in München tätig. Sie engagierte sich als stellvertretende Vorsitzende im Landespflegerat Thüringen und ist als Beisitzerin im Vorstand des Landesfrauenrats Thüringen für das Thema Frauengesundheit zuständig. Sie hat vier erwachsene Kinder und zwei Enkelkinder. Sie lebt mit ihrem Mann in Erfurt.
Quelle: DHV, 27.11.2025 ∙ DHZ
