Die Zahl der Adoptionen in Brandenburg ist 2025 auf den niedrigsten Stand der vergangenen Jahre gesunken. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin‑Brandenburg wurden 113 Kinder und Jugendliche adoptiert. Das waren 11 % weniger als im Vorjahr. Bundesweit wurden mit 3.517 Adoptionen so wenige Fälle registriert wie seit 1990 nicht mehr.

Die Mehrheit der Adoptionen erfolgte durch Stiefeltern oder Verwandte. Klassische Fremdadoptionen sind dagegen weiterhin rückläufig. Fachleute führen diese Entwicklung unter anderem auf Fortschritte in der Reproduktionsmedizin zurück.

Mehr als 60 % der adoptierten Kinder in Brandenburg waren jünger als drei Jahre. Sechs Adoptionen betrafen Kinder aus dem Ausland, in drei Fällen wurden Kinder nach einer vertraulichen Geburt oder über eine Babyklappe zur Adoption freigegeben.

Dem vergleichsweise geringen Angebot stehen zahlreiche Bewerbungen gegenüber: Ende 2025 waren sechs Kinder und Jugendliche zur Vermittlung vorgemerkt, während 101 Adoptionsbewerbungen registriert wurden. Insbesondere bei internationalen Adoptionen müssen Bewerber:innen mit mehrjährigen Verfahren und langen Wartezeiten rechnen.

Quelle: dpa, 2.8.2026 · DHZ