Rheinland-Pfalz plant, für den Ausbau von hebammengeleiteten Kreißsälen und Hebammenzentralen in den kommenden zwei Jahren rund 1,25 Millionen Euro bereitzustellen. Das kündigte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) an. Ziel sei es, mehr hebammengeleitete Kreißsäle im Land zu etablieren und die Geburtshilfe weiter zu stärken.

Derzeit gibt es in Rheinland-Pfalz sechs hebammengeleitete Kreißsäle. Nach Angaben des Ministeriums wurden sie in der vergangenen Wahlperiode mit 30.000 Euro pro Hebamme gefördert.

Darüber hinaus plant das Land weitere Anreize für Hebammen: So soll ein Hebammenbonus den Wiedereinstieg in die freiberufliche Tätigkeit erleichtern, beispielsweise nach einer familienbedingten Pause. Über die konkrete Ausgestaltung wird derzeit noch beraten.

Auch die Hebammenzentralen sollen weiter ausgebaut werden. Aktuell bestehen fünf Einrichtungen im Land, weitere sind in Planung. Sie sollen für Schwangere die Suche nach einer Hebamme erleichtern und eine effizientere Vermittlung von Betreuungsangeboten unterstützen.

 

Quelle: dpa,13.7.2026