Nele Krüger 20.05.2027
Protrahierte
Geburtsverläufe und der Geburtsstillstand gehören in der Praxis zu den
häufigsten Diagnosen und Indikationen für geburtsmedizinische Interventionen.
Doch wann ist der Geburtsverlauf tatsächlich auffällig, und wann bewegt er sich
im Rahmen physiologischer Prozesse? Gerade bei dieser Frage zeigt sich häufig,
dass der Geburtsstillstand nicht einheitlich definiert ist.
In dieser
Fortbildung sehen Sie sich mit der Referentin Nele Krüger gängige Kriterien zur
Beurteilung langsamer Geburtsverläufe an und betrachten aktuelle
Forschungsergebnisse zum aktiven Geburtsmanagement. Zugleich richten Sie den
Blick auf Pausenphasen bzw. Plateaus im Geburtsprozess, die in der aktuellen
Forschung als mögliche physiologische Phasen mit eigener Funktion beschrieben
werden. Ziel ist es, historische und aktuelle Erkenntnisse und
Forschungsergebnisse aus Biologie, Neurologie und Endokrinologie zusammenzuführen
und daraus Kriterien für eine differenzierte, achtsame und evidenzbasierte
Einschätzung individueller Geburtsverläufe zu entwickeln.
Diskutieren
Sie im Webinar mit der Referentin und den anderen Teilnehmer:innen: Wann und
wie lange kann auf Grundlage der aktuellen Studienlage und Leitlinien
abgewartet werden? Welche Kriterien helfen uns dabei, ein Plateau von einem
Geburtsstillstand zu unterscheiden? Wie können wir Abwarten bzw. Handeln im
klinischen Diskurs wissenschaftlich fundiert und an der Physiologie orientiert
begründen?
Das Webinar
setzt sich aus Live-Präsentationen und dem Austausch in der Gruppe und in
Kleingruppen zusammen. Die Fortbildung bietet mit einem abschließenden
Multiple-Choice-Test die Möglichkeit, das Gelernte zu reflektieren. Alle
Webinarunterlagen und wichtigen Links finden Sie auf der Lernplattform der
Akademie www.staude-akademie.digital.
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