Hinter dem Sturm gegen das liberale Recht aus Schwangerschaftsabbrüche in der Slowakei steht die katholische Kirche. Foto: © Tatoh/stock.adobe.com
Durch die slowakische Hauptstadt Bratislava marschierte am 20. September ein Demonstrationszug gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Beim »Nationalen Marsch für das Leben« sollen rund 30.000 Menschen dabei gewesen sein.
Langfristiges Ziel der von der katholischen Kirche unterstützten Initiative ist die Aufhebung des liberalen Gesetzes, das seit rund 40 Jahren gilt. Zusätzlich forderte die Kundgebung ein Verbot von Leihmutterschaften.
Katholische Kirche ist politisch einflussreich
Die katholischen Bischöfe des EU-Landes hatten die Schirmherrschaft über den Marsch übernommen. Auch Papst Leo XIV. sandte eine unterstützende Grußbotschaft. Die katholische Kirche hat in der Slowakei traditionell großen politischen Einfluss. Auch konservative Oppositionspolitiker:innen nahmen am Marsch teil. Inwiefern die Regierungskoalition aus Linkspopulist:innen, Sozialdemokrat:innen und prorussischen Nationalist:innen an der jetzigen Gesetzeslage etwas zu ändern gedenkt, ist noch offen.
Gesundheitsexpert:innen warnen
Die Teilnehmenden trugen Transparente mit Aufschriften wie »Die Liebe ist für das Leben«, »Frauen sind ab der Empfängnis zu schützen« und »Jedes Kind ist ein Geschenk«. Gesundheitsexpert:innen warnen davor, dass ein Komplettverbot zu illegalen Schwangerschaftsabbrüchen führen dürfte und Frauen sich dabei aus der Not heraus lebensgefährlichen Risiken aussetzen würden.
Quelle: dpa, 21.9.2026 · DHZ
