Die Universitäts-Frauenklinik Tübingen hat als weltweit erster Standort den OP-Saal »OR1™ X Pro« des Medizintechnikunternehmens KARL STORZ in Betrieb genommen. Das System soll durch digitale Vernetzung, Automatisierung und KI gestützte Anwendungen die Effizienz klinischer Abläufe verbessern. Der Saal wird unter anderem für Kaiserschnitte sowie minimalinvasive und robotergestützte Eingriffe eingesetzt.

Zentrale Elemente sind eine skalierbare OP-Plattform, eine hochauflösende Monitorinfrastruktur sowie integrierte Dokumentationssysteme. Diese ermöglichen eine automatisierte Erfassung von Eingriffsdaten und sollen den Aufwand für Dokumentation und Qualitätssicherung reduzieren. Perspektivisch sollen KI gestützte Anwendungen zunehmend Routinetätigkeiten übernehmen und das OP-Team entlasten. Zum Beispiel mit der automatisierten Benachrichtigung des Reinigungsteams, sobald der Saal das Ende der Operation registriert.

»Wir sind sehr stolz darauf, weltweit zuerst im neuen Saalkonzept arbeiten zu dürfen und dabei als Referenzklinik zu fungieren«, sagt Prof. Dr. Sara Y. Brucker, Ärztliche Direktorin der Universitäts-Frauenklinik Tübingen, und ergänzt: »Bereits bei den ersten Eingriffen im neuen OP wurde der Mehrwert von Digitalisierung und Automatisierung deutlich.«

Quelle: Uniklinikum Tübingen, 21.5.2026 · DHZ