Das St. Johannes Krankenhaus Kamenz stellt seine geburtshilfliche Versorgung ein. Ausschlaggebend sind laut Klinik strukturelle Veränderungen im Gesundheitswesen sowie die demografische Entwicklung im Einzugsgebiet. In den vergangenen Jahren sind sowohl die Geburten als auch die Fallzahlen deutlich gesunken, während gleichzeitig Anforderungen an Qualität, Personal und Organisation gestiegen sind.

Die Entscheidung erfolgte nach Angaben der Klinik ausdrücklich nicht aus qualitativen Gründen. Die Abteilung habe über viele Jahre hinweg eine fachlich hochwertige Versorgung für die Region gewährleistet und Familien in einer sensiblen Lebensphase begleitet.

»Diese Entscheidung fällt uns sehr schwer«, betont die Klinikleitung. »Unser besonderer Dank gilt den Hebammen, Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräften, die mit großem Engagement, hoher Fachlichkeit und viel Menschlichkeit für unsere Patientinnen da waren und diesen Bereich geprägt haben.«

Die ambulante gynäkologische Versorgung am Standort bleibt bestehen. Sprechstunden und ambulante Operationen werden weiterhin im Medizinischen Versorgungszentrum angeboten. Auch die übrigen Fachabteilungen des Krankenhauses sind von der Schließung nicht betroffen.

Quelle: St. Johannes Krankenhaus Kamenz, 23.4.2026 · DHZ