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Olga Gebauer
wurde 1858 als Bertha Malvine Mangelsdorf in Sankt Petersburg geboren. Sie machte im März 1885 ihr Hebammenexamen, wurde selbstständige Hebamme und übernahm Vertretungen an der Universitäts-Frauenklinik der Charité. Ihr Anliegen waren fortan die Organisation der Hebammen und der Kampf um die Anerkennung ihres Berufsstandes. Am 1. April 1886 gab sie die erste Hebammenzeitung heraus, die später zur Deutschen Hebammen Zeitschrift wurde.Sie war aktiv im Verein der Berliner Hebammen und wurde 1892 Geschäftsführerin der Vereinigung Deutscher Hebammen (VDH). Bis 1917 organisierten sich unter ihrer Mitwirkung 796 Hebammenvereine in Deutschland. 1919 forderte Olga Gebauer auf der Hauptversammlung des Preußischen Hebammenverbandes die soziale, berufliche und wirtschaftliche Hebung des Hebammenstandes, der durch den Krieg und sinkende Geburtenzahlen tief in die Krise geraten war. Nachdem sie 1920 ihren Vorsitz im Hebammenverein niedergelegt hatte, verstarb Olga Gebauer zwei Jahre später an einem Herzleiden.
Beiträge in der DHZ
Von
Olga Gebauer
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DHZ 04/2011
“Wir dürfen uns nicht mit elenden Bissen abspeisen lassen”
Olga Gebauer begrüßt am 1. April 1886 in Berlin mit der ersten Ausgabe der Berliner Hebammen-Zeitung die Leserinnen und ruft sie zur Mitarbeit auf. So, wie sie die politische Situation des...