Die Weltgesundheitsorgansisation (WHO) empfiehlt die Anwendung des Kristeller-Handgriffes nicht. Es gibt wenige Indikationen für den Handgriff wie das Auftreten einer Hypoxie des ungeborenen Kind. Dann sollte er korrekt angewendet werden. Es darf ausschließlich flach mit beiden Händen sanfter Druck auf den oberen Teil der Gebärmutter (Uterusfundus) ausgeübt werden, während die Frau presst.

Foto: © Birgit Heimbach

Der Kristeller-Handgriff gehört zu den häufigsten geburtshilflichen Interventionen. Studien weisen auf mögliche Risiken für das Kind hin. Ob diese Folgen tatsächlich auf den Fundusdruck zurückzuführen sind, ist jedoch bislang nicht eindeutig geklärt. Die Elternorganisation Mother Hood nimmt die unzureichende Evidenzlage zum Anlass, über den Eingriff aufzuklären und seine Anwendung kritisch zu hinterfragen.

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