Entscheidend ist die Gesamtbeurteilung: Die Gewichtsabnahme muss im Zusammenhang zu Stillbeginn, -häufigkeit und -effektivität, Urinausscheidung sowie dem klinischen Zustand des Neugeborenen betrachtet werden. Foto: © oksix/stock.adobe.com

Verliert ein Neugeborenes zu viel Flüssigkeit oder nimmt es zu wenig auf, steigt die Natriumkonzentration im Blut. Als Ausgleich reagiert der Körper damit, dass Flüssigkeit aus Körperzellen in die Blutbahn strömt. Gerade im kindlichen Gehirn kann dies zu schwerwiegenden Problemen führen, da über diesen Vorgang die Gehirnzellen schrumpfen. Beträgt die Natriumkonzentration über 150 mmol/Liter, beschreibt dies den lebensbedrohlichen Zustand einer hypernatriämischen Dehydration des Neugeborenen (HND).

Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchte nun die Häufigkeit und mögliche Risikofaktoren einer hypernatriämischen Dehydratation bei gesunden, reif geborenen und ausschließlich gestillten Neugeborenen. Die Literaturrecherche erfolgte in PubMed, Scopus, Web of Science, LILACS und dem Cochrane Central Register of Controlled Trials. Von 97 identifizierten Studien erfüllten 13 die Einschlusskriterien.

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