Die Ombudsstelle der Kinder- und Jugendhilfe wird immer häufiger in Anspruch genommen. Seit Beginn des Angebots im Jahr 2020 sei die Zahl der Beratungen von 35 auf rund 270 im vergangenen Jahr gestiegen, teilte das Sozialministerium mit. Der Umfang der Beratungen variiere je nach Fall, Anfragen kommen aus allen Teilen Sachsen-Anhalts.

Die vom Verein »KinderStärken« getragene unabhängige Beratungs- und Beschwerdestelle bietet jungen Menschen und ihren Familien Unterstützung, Informationen und Vermittlung bei Konfliktsituationen mit der Kinder- und Jugendhilfe. »Kommunikationsprobleme, eine unzureichende Beteiligung und teilweise unvollständig eingelöste Rechtsansprüche bilden den Hintergrund der meisten ombudschaftlichen Anfragen«, erklärte Martin Blasche, fachlicher Leiter der Ombudsstelle.

Das Land fördert die Ombudsstelle nach Ministeriumsangaben 2026 mit rund 387.000 Euro. Derzeit gebe es zwei Standorte in Stendal und Magdeburg. Beraten werde vor allem telefonisch oder digital, sei aber auch an den Standorten oder an geeigneten Orten möglich. Ein weiterer Standort soll perspektivisch in Halle entstehen.

 

Quelle: dpa, 11.2.2026 · DHZ