In Bayern wurde bei 281 Neugeborenen in den vergangenen zehn Jahren im Rahmen des Neugeborenen‑Screenings Mukoviszidose diagnostiziert. Darauf hat Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) hingewiesen. Die Untersuchung auf die Erbkrankheit ist seit September 2016 Bestandteil des bundesweiten Screenings. Bei den betreffenden Kindern habe damit frühzeitig mit der Behandlung begonnen werden können.

Mukoviszidose führt zu zähflüssigen Sekreten in verschiedenen Organen und kann unter anderem die Lungenfunktion sowie die Verdauung beeinträchtigen. Eine frühe Diagnose ermöglicht einen raschen Therapiebeginn und kann die gesundheitliche Entwicklung der betroffenen Kinder verbessern. Zurzeit gibt es keine Heilungsmöglichkeit.

»Das Neugeborenen-Screening ist eine echte Erfolgsgeschichte der Präventivmedizin. Es kann Kinderleben retten«, betonte Gerlach. In Bayern nehmen rund 99 % der Familien das freiwillige Neugeborenen‑Screening in Anspruch.

Quelle: dpa, 30.8.2026 · DHZ